Computerkompatible Maschinenstenografie

Die Funktionsweise der Stenografiermaschine:

Die Maschinenstenografie ist eine Kurzschrift, bei der als Schreibgerät eine Stenografiermaschine benutzt wird.

Die Stenografiermaschine ist so aufgebaut, daß bei Bedarf mit jeweils einem Finger zwei Tasten angeschlagen werden können.

Durch gleichzeitiges Niederdrücken mehrerer Tasten kann mindestens eine Silbe wiedergegeben werden. Die Buchstaben, die auf dem Tastenfeld nicht vorhanden sind, werden durch Buchstabenkombinationen dargestellt.

 

 

 

Es ist theoretisch möglich, bis zu 20 Tasten gleichzeitig niederzudrücken. Der zeitliche Aufwand beim Niederdrücken von beispielsweise 13 Tasten ist nur geringfügig größer als beim Niederdrücken einer einzelnen Taste.

Bei Verwendung einer elektronischen Maschine werden die Anschläge in elektronisch lesbarer Form gespeichert. Mit Hilfe eines langlebigen Spezialakkus ist ein 24stündiger netzunabhängiger Betrieb der elektronischen Maschine möglich.

Wird die Maschine mit einem Computer verbunden, erscheint auf dem Monitor sofort die langschriftliche Übersetzung. Das Stenogramm läßt sich gleichzeitig auf einem Papierstreifen, auf einer Diskette, auf dem maschineninternen Speicher und auf der Festplatte des Computers sichern.

Ist der Computer zum Zeitpunkt der Stenogrammaufnahme nicht verfügbar, kann das Stenogramm zu einem späteren Zeitpunkt in die Langschrift übersetzt werden. Sowohl die Direktübersetzung beim Anschluß der Maschine an den Computer als auch die spätere Übersetzung des gespeicherten Stenogramms bringen den großen Vorteil mit sich, daß das zeitaufwendige Übertragen mit der Computer-Tastatur bzw. das Diktieren entfällt.

 

Das deutsche System der Maschinenstenografie

Bei der elektronisch lesbaren Kurzschrift wird von der phonetischen Schreibweise ausgegangen. So wird etwa das Wort “Software” als Lautfolge SOFTWÄR erfaßt, das Wort “Dummy” als DAMI. Konsonantenverdopplungen bleiben unberücksichtigt.

Abgesehen von der Verwendung zahlreicher Kürzel, die nach bestimmten Regeln gebildet werden, werden die zu stenografierenden Wörter grundsätzlich in Silben zerlegt. Der Anlaut einer Silbe wird mit den Fingern der linken Hand (außer dem Daumen) dargestellt. Die Inlaute werden mit den beiden Daumen angeschlagen. Mit den vier Fingern der rechten Hand wird der Auslaut einer Silbe geschrieben. Pro Anschlag kann mindestens eine Silbe dargestellt werden.

 

Baum = BAUM

 

 

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Bäume = BOIM'E

 

Das Wort “Baum” beispielsweise wird geschrieben, indem für den Anlaut die Taste B mit einem Finger der linken Hand, für den Inlaut die Tasten A und U mit dem linken Daumen und für den Auslaut die Taste M mit einem Finger der rechten Hand gleichzeitig angeschlagen werden. Der Maschinenstenograf benutzt für einsilbige Wörter in der Regel keine Kürzungen, da das Anschlagen der Tasten für eine Silbe nicht länger dauert als das Anschlagen einer Taste für ein Kürzel.

Das Substantiv “Bäume” wird ebenfalls ungekürzt mit einem Anschlag geschrieben. Auf der äußersten rechten Seite der Tastatur befinden sich zwei Tasten, mit denen die Endungen -e, -en und -er geschrieben werden können.

Auf der Tastatur steht nicht für jeden Buchstaben eine eigene Taste zur Verfügung. Manche Buchstaben werden durch die Kombination mehrerer Tasten dargestellt, z. B.:

N im Anlaut = RL im Auslaut = RL

F im Anlaut = BT im Auslaut = MG

Z im Anlaut = SD im Auslaut = DS

Zudem gibt es zahlreiche Kürzungsmöglichkeiten (je 1 Anschlag), z. B.:

 

-igkeit *IBDT

-lichkeit *LBDT

-ungen -MGN

Bundesrepublik Deutschland BOI*LD

wird sich D’R

 

Teamarbeit und Telearbeitsplätze

 

Derzeitiger Stand und Ausbildung

 

Einsatzfelder

 

Ein Stenogram:

Ein Stenogram